Junioren C - Runde 6

Am Fasnacht-Samstag stand für unsere Junioren C die 6. Meisterschaftsrunde auf dem Programm. Am Morgen ging es ins Baselbiet, genauer gesagt nach Känerkinden. Heute war das wohl wichtigste Spiel der Saison auf dem Plan – das Spiel um den dritten Platz gegen Deitingen.

Mümliswil vs Deitingen (7:11)
Hoch konzentriert starteten wir in die Partie. Doch die Startphase glich einer Vollkatastrophe. Nach weniger als 4 Minuten Spielzeit lagen wir bereits mit 0:3 hinten! Egal, Mund abwischen und weitermachen war nun die Devise. Leider wollte uns dies aber nicht gelingen. Wir hatten zwar unsere Ballbesitzphasen, liessen dem Gegner aber viel zu viele Räume offen, um sich durch unsere Verteidigung zu spielen, während wir in der Offensive hauptsächlich an uns selbst durch unüberlegte Einzelsituationen scheiterten. So lagen wir zur Halbzeit mit 2:5 hinten. Zugegeben, das Spielgeschehen erinnerte an das Spiel im Herbst, das wir zu Hause hochumstritten gegen dieselben Rivalen verloren. Trotzdem war allen klar, dass wir 3 Tore in 20 Minuten definitiv noch aufholen könnten.

Durch Kampf und Laufbereitschaft wollten wir uns zurückkämpfen. Zugegeben, unser Spiel wurde angehoben und wir fanden mehr Abschlüsse aufs gegnerische Tor. Aber wirklich gefährlich wurden wir nicht mehr. Die Deitinger führten immer mit mindestens drei Toren Vorsprung und konnten so ihr Spiel ganz bequem aufziehen. Am Ende mussten wir uns mit 7:11 geschlagen geben. Eine schmerzhafte Niederlage, wenn man bedenkt, dass das Saisonziel nun stark wackelt. Es war, so ehrlich müssen wir sein, der grösste Leistungseinbruch in der aktuellen Spielzeit.

Mümliswil vs Aarau (7:8)
Noch drei Spiele sind übrig, Aarau – Lenzburg – Aarau! Also noch dreimal gegen die Überfliegerteams unserer Gruppe. Die Ausgangslage ist nun halt so, dass wir, um den dritten Platz wieder zu erreichen, mindestens eines dieser Spiele gewinnen müssen. In der Garderobe wurde den Spieler*innen erklärt, wie und warum solche Sensationen möglich sind – ob dies wohl etwas gebracht hat?

Auch in dieser Partie lagen wir bereits wieder nach 30 Sekunden im Rückstand – ein Problem, das wir offenbar kaum mehr loswerden. Aber diesmal ging es nicht so weiter, sondern wir reagierten prompt und konnten sogar 3:1 in Führung gehen. Die Aarauer hatten zwar auch ihre Chancen, aber da war wiedermal unser Lieni, der hielt, was es zu halten gab (sogar der erste Elfmeter seiner noch jungen Karriere wurde pariert)… Zur Pause führten wir mit 5:4 – Wahnsinn! Es passte einfach alles, nun durften wir bloss nicht einbrechen.

Die ersten 10 Minuten der zweiten Hälfte waren uns die Gegner überlegen, und wir liessen den 5:4-Vorsprung in ein 5:8 drehen. Das war zwar sehr ärgerlich, aber noch immer viel besser als das Hinrundenspiel gegen Aarau. Es startete eine wilde Aufholjagd unsererseits. Teils spielten wir Powerplay, teils spielten wir ohne Torwart, und dieser Plan ging fast auf. Mit der Schluss-Sirene erzielten wir den 7:8-Anschlusstreffer. Der Jubel war nach dem Spiel so gross, dass man glatt meinen konnte, wir hätten gewonnen. Wir liessen unseren Schützlingen dabei freien Lauf, obwohl es sich etwas merkwürdig anfühlte, mit einem Tor weniger auf der Anzeigentafel zu gewinnen. Die Leistung war jedenfalls herausragend und zeigte die Möglichkeiten auf, die wir eigentlich hätten.

Am 29. März steht die letzte Meisterschaftsrunde auf dem Programm. Das zweite Spiel der vergangenen Runde hat uns gezeigt, was alles möglich wäre, und daran müssen wir nun festhalten. Wenn man mit einem Tor Rückstand verlieren kann, kann man mit etwas mehr Glück auch gegen diesen Gegner gewinnen. Was spricht also gegen ein Wunder und die Rückeroberung des dritten Tabellenplatzes bei letzter Gelegenheit?

P.S. Chum öis doch am 29.03. uf Lenzburg cho unterstütze… ;)