Junioren C - Finalrunde

Es war so weit: Das Juniorenlager war vorbei, der Frühling stand vor der Tür und für uns ging die Saison in die Verlängerung – genauer gesagt an die Finalrunde. Die Ausgangslage hatte sich schlagartig verändert: Plötzlich waren wir nicht mehr die Gejagten, sondern die Underdogs. Die Frage war also: Wie gehen wir mit dieser Rolle um?

 
 

Gruppenspiel 1 vs. Schangnau

Im ersten Spiel trafen wir auf Schangnau, ein Team, das vor allem durch seine starke Offensive überzeugt. Unser Fokus lag deshalb klar auf Spielkontrolle und Ruhe. Doch der Start misslang: Die Nervosität war spürbar – die Kulisse, der Gegner und die gesamte Situation waren für uns neu. So gerieten wir früh in Rückstand.

Doch wir liessen uns nicht abschütteln, kämpften und hielten dagegen. Trotzdem lagen wir zur Pause mit 3:7 zurück. Für die zweiten zwanzig Minuten stellten wir auf zwei Linien um – und plötzlich kippte das Spiel: Innerhalb von nur vier Minuten glichen wir zum 7:7 aus. Was für eine Reaktion!Schangnau fing sich jedoch wieder, und die verbleibenden Minuten boten alles, was Unihockey ausmacht: Unterzahlspiel (inklusive Tor), Penaltytreffer und Überzahl – und das alles mit einer Ruhe, als wäre es das Normalste der Welt. Zwei Minuten vor Schluss kamen wir ohne Torhüter nochmals bis auf ein Tor heran, ehe wir uns am Ende mit 10:12 geschlagen geben mussten.

Ein Spiel voller Emotionen, Kampf und Qualität – eigentlich ein Sieg, wenn auch nicht auf der Anzeigetafel.

Gruppenspiel 2 vs. Riehen

Im zweiten Spiel trafen wir auf Riehen, ein Team auf Augenhöhe. Wir wussten, dass wir diese Partie gewinnen können – doch dafür mussten wir unser bestes Unihockey zeigen.

Der Start gelang grundsätzlich: Offensiv zeigten wir Kreativität, doch die gut organisierte Defensive der Gegner liess nur wenige klare Chancen zu. Das grösste Problem lag jedoch woanders – das Feuer, das unser Spiel normalerweise auszeichnet, fehlte. Wir wirkten zu träge und gingen nicht mit der nötigen Intensität in die Zweikämpfe. So lagen wir zur Pause trotz guter Ansätze mit 3:4 zurück.

Leider brachte die Pause nicht die erhoffte Wende. Wir fanden nicht mehr ins Spiel, konnten unsere Vorhaben nicht umsetzen und mussten den Gegner zunehmend ziehen lassen. Am Ende stand eine deutliche 5:11-Niederlage – ganz klar zu wenig.

Ob das vorausgegangene Lager doch mehr Energie gekostet hatte als gedacht? So oder so war damit klar: Am zweiten Spieltag würden wir im Spiel um Platz fünf antreten.

Spiel um Platz 5 vs. Lenzburg (Tag 2)
Im letzten Spiel trafen wir auf Lenzburg – ein Gegner, den wir aus dem Vorjahr bestens kannten. Die Ausgangslage war alles andere als vielversprechend: In den bisherigen Begegnungen hatten wir keinen Punkt holen können. Entsprechend lag der Fokus darauf, nochmals alles aufzusaugen und im letzten Saisonspiel mit maximaler Leidenschaft und Wille aufzutreten.

Der Start verlief ausgeglichen, allerdings bekundeten wir Mühe, die Vorhand der Gegner zu verteidigen. So kamen die Lenzburger aus unterschiedlichsten Positionen zu Abschlüssen und setzten sich früh mit 0:4 ab. Immerhin: Wille und Einsatz waren deutlich spürbarer als noch im zweiten Spiel des Vortages. Dennoch fiel es uns schwer, genügend Druck aufzubauen und unsere Angriffe sauber zu Ende zu spielen. Zur Pause lagen wir mit 2:7 zurück – deutlicher, als es dem Spielverlauf entsprach.

Für die zweite Hälfte stellten wir die Blöcke um – und plötzlich kam Bewegung ins Spiel. Innerhalb kurzer Zeit kämpften wir uns auf 6:8 heran und waren zurück in der Partie. Alles war wieder offen.In der Schlussphase nahmen wir nochmals den Torhüter raus und warfen alles nach vorne. Wir erspielten uns mehrere gute Abschlussmöglichkeiten, doch der Ball wollte nicht mehr ins Netz. So mussten wir uns am Ende knapp mit 6:8 geschlagen geben.

Trotz der Niederlage bleibt vor allem eines hängen: Noch vor elf Monaten hatten wir gegen denselben Gegner mit 0:16 (!) verloren – die Entwicklung ist also deutlich erkennbar.

Fazit

Am Ende mussten wir zwar drei Niederlagen hinnehmen, dennoch dürfen wir die Saison mit erhobenem Haupt abschliessen. Auch am Finalwochenende zeigten wir gute Leistungen und konnten unser Unihockey bestätigen. Zwar reichte es diesmal für keinen Sieg, doch wir sammelten wertvolle Erfahrungen, entwickelten uns weiter und durften erleben, wie es ist, sich mit den stärksten Teams zu messen. Die Finalrunde war somit trotzdem ein grosser Gewinn für uns.

Zum Schluss bleibt uns nur, Danke zu sagen: Danke für die Unterstützung, für die Hilfe und für die gesamte Saison. Es war ein unglaublicher Winter – und wir freuen uns jetzt schon darauf, wenn der Ball im Herbst wieder rollt!