Herren I - Matchberichte vom 10./11. Oktober 2026
Drei Spiele, viele Erkenntnisse und eine klare Leistungssteigerung
Ein intensives Wochenende mit einem Cup-Achtelfinal und zwei anspruchsvollen Meisterschaftspartien liegt hinter Unihockey Mümliswil. Gegen drei starke Gegner blieb der erhoffte Punktgewinn aus. Dennoch zeigte die Mannschaft im Verlauf des Wochenendes eine deutliche Entwicklung, bewies Moral und sammelte wertvolle Erfahrungen für die kommenden Aufgaben.
Cup-Achtelfinal: Unihockey Mümliswil vs. UHCevi Gossau 8:21
Am Samstag wartete mit dem amtierenden Schweizermeister UHCevi Gossau eine echte Herkulesaufgabe auf uns. Mümliswil trat mit zwölf Feldspielern und drei Torhütern an. Der Gegner unterstrich seine Klasse eindrücklich: Drei ausgeglichene, hervorragend eingespielte Linien fanden auf nahezu jede Aktion der Mümliswiler eine Antwort. Selbst kleine Fehler wurden konsequent mit Gegentoren bestraft.
Mit 3:9 und 1:8 in den ersten beiden Dritteln geriet Mümliswil deutlich ins Hintertreffen. Genau das, was man verhindern wollte. Dabei schmerzte nicht nur die individuelle Überlegenheit des Gegners, sondern auch, dass die eigenen spielerischen Grundlagen zu selten sauber umgesetzt wurden. Im Schlussdrittel gelang dennoch eine erfreuliche Reaktion: Mit vier Feldspielern und ohne Torhüter funktionierte das Angriffsspiel besser. Das ausgeglichene letzte Drittel (4:4) lieferte wichtige Erkenntnisse für künftige Spielsituationen und zeigte, dass viel Potential vorhanden ist.
Ein besonderes Lob verdienen Timo und Jonas (dä vom Benno). Beide standen erstmals einem Gegner dieses Kalibers gegenüber und meisterten diese Herausforderung bereits ab ihrer ersten Einsatzminute mit Bravour. Weiter so Jungs!
2. Meisterschaftsrunde: Unihockey Mümliswil vs. UHC Naters-Brig 4:6
Bereits am Sonntag um 7.15 Uhr besammelte sich die Mannschaft in Mümliswil zur Fahrt nach Romont. Dort wartete eine Halle, deren ungewöhnliche Bauweise und insbesondere deren Garderoben eher an einen Nachtclub als an eine klassische Sportanlage erinnerten. Die Motivation war dennoch gross: Nach dem Cupspiel wollte der Mannschaft zeigen, dass sie gegen gute Gegner gewinnen kann.
Der Start gelang. Während der ersten fünf bis zehn Minuten spielte Mümliswil konzentriert und fand gut in die Partie. Danach schlichen sich jedoch zunehmend Eigenfehler ein. Im Drei-gegen-Drei war Naters-Brig über weite Strecken der ersten Halbzeit stärker und erspielte sich bis zur Pause einen Vorsprung von 3 Toren.
Nach der Pause reagierte das Team entschlossen. Erneut nahm das Trainerduo Burgermeister / Kohler den Torhüter heraus und setzte auf vier Feldspieler. Die Umstellung zeigte Wirkung: Mit grossem Zusammenhalt und spürbarem Siegeswillen kämpfte sich Mümliswil eindrucksvoll zurück. In der entscheidenden Schlussphase fehlte allerdings die nötige Disziplin. Unnötige Strafen verhinderten, dass sich die Mannschaft für ihre starke Aufholjagd mit Punkten belohnen konnte. Besonders diese verpasste Chance schmerzt und zeigt auf, dass mentale Stärke essenziell ist.
2. Meisterschaftsrunde: Unihockey Mümliswil vs. UHC Nuglar United 3:4
Mit Nuglar United wartete zum Abschluss ein altbekannter Gegner, gegen den sich regelmässig intensive Duelle entwickeln. Nach den beiden kräftezehrenden und teilweise frustrierenden Partien war das Ziel klar: über die gesamte Spielzeit konzentriert auftreten, einen kühlen Kopf bewahren und die eigene Leistung auf den Platz bringen.
Dafür wurden die Blöcke neu zusammengestellt, um das Zusammenspiel zu verbessern und frischen Wind ins Team zu bringen. Die Massnahme zahlte sich aus. Mümliswil zeigte als Kollektiv eine starke Reaktion, hielt Nuglar über weite Strecken in Schach und begegnete dem Gegner auf Augenhöhe. Aus Sicht der Mümliswiler wäre mindestens ein Punkt verdient gewesen.
In der umkämpften Schlussphase sorgte eine Freistossszene für Gesprächsstoff. Nach einem klaren Abpraller wurde der Ball Nuglar anstatt den Mümliswilern zugesprochen. Anstatt den Ball im Sinne des Fairplays zurückzugeben, nutzte Nuglar die Situation entschlossen aus und kam mit einer schnellen Aktion zum Torerfolg. So bitter die Szene war: Trotz Warnung von der Seitenlinie war Mümliswil auf die eiskalte Ausführung nicht ausreichend vorbereitet. Am Ende setzte sich Nuglar mit 4:3 durch.
Fazit: Den Schwung mitnehmen
Drei Niederlagen sind nicht das erhoffte Ergebnis. Dennoch nimmt das Team die klare Leistungssteigerung an diesem Wochenende mit und geht gestärkt aus 3 intensiven Partien in die Vorbereitung auf die nächste Meisterschaftsrunde. Gegen Gossau war die individuelle Klasse des Schweizermeisters an diesem Tag zu gross; gegen Naters-Brig schmerzen die verpassten Punkte besonders. Im Spiel gegen Nuglar zeigte Mümliswil schliesslich, welches Potenzial in der Mannschaft steckt. Schiedsrichter Dominik leitete sowohl das Cupspiel gegen Gossau als auch die Partie gegen Nuglar ausgezeichnet und bot die Möglichkeit sich komplett auf die Spiel fokussieren zu können.
Dieses intensive Unihockey-Wochenende hat das Team weitergebracht. Jetzt gilt es, die Erkenntnisse gemeinsam aufzuarbeiten, im Training umzusetzen und den Schwung in die nächste Meisterschaftsrunde in drei Wochen mitzunehmen. Entscheidend ist nicht, vorab über Siege zu sprechen, sondern die eigene Leistung konstant auf den Platz zu bringen und an den Basics zu arbeiten. Dann werden auch die Resultate folgen.